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BERLIN, 19. Juli.
In Berlin soll ein zentrales Mahnmal für die unter dem Nationalsozialismus
ermordeten Schwulen und Lesben entstehen.
Das kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am
Donnerstag an. Bereits beschlossen ist der Bau des Denkmals für die
ermordeten Juden und eines Mahnmals für Sinti und Roma. Beide sollen 2004
nahe des Brandenburger Tors eröffnet werden.
Weitere Opfergruppen müssten bedacht werden, sagte Wowereit und
konkretisierte:
"Es wird sicherlich auch für die Homosexuellen noch ein Mahnmal geben in
dieser Stadt."
Wowereit trat zur Eröffnung einer Kampagne auf, die mit einem
provozierenden Plakat um Spenden für das Holocaust-Mahnmal bittet. Darauf
steht der Satz "Den Holocaust hat es nie gegeben." und der Zusatz "Es gibt
immer noch viele, die das behaupten".
Wowereit warf seinem Amtsvorgänger Eberhard Diepgen (CDU)
"Verantwortungslosigkeit" im Umgang mit der Geschichte vor. Diepgen hatte
gesagt, es schmerze ihn, dass er das Mahnmal nicht habe verhindern können.
Frankfurter Rundschau, 19.07.2001
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