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Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) und die Initiative "Der
homosexuellen NS-Opfer gedenken" haben ein zentrales Denkmal für die von den
Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Schwulen und Lesben gefordert.
Das Mahnmal solle seinen Platz an einem zentralen Ort, möglichst in der Nähe
des Berliner Reichstags finden.
Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss sollten die Bundesregierung und der
Bundestag noch in dieser Legislaturperiode, das heißt bis zum Herbst, fassen,
hieß es in einer gemeinsamen Erklärung anlässlich des 57. Jahrestags der
Befreiung des KZ Sachsenhausens am Sonntag.
Die Berliner Landesregierung habe bereits ihre Unterstützung signalisiert,
teilten die Initiatoren mit. Bislang würden die homosexuellen Opfer in der
Gedenkkultur der Bundeshauptstadt noch weitgehend übergangen, stand außerdem in
der Erklärung.
Ein Denkmal als würdiger Gedenkort für die in der Nazizeit verfolgten Schwulen
und Lesben könne ein "beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und
Ausgrenzung" setzen. (epd, dpa)
Berliner Zeitung, 22. April 2002
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