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Die prämierten Künstler Michael Elmgreen
(Dänemark) und Ingar Dragset (Norwegen) leben in Berlin und arbeiten
seit 1995 zusammen. Sie haben ihre Gemeinschaftsarbeiten und Ausstellungen
in Institutionen präsentiert wie dem Hamburger Bahnhof, Berlin; Tate Modern
and Serpentine Gallery, London; Museum of Contemporary Art, Chicago and
Kunsthalle Zürich.
Berlin, 26.01.2006 Denkmal für die NS-verfolgten Homosexuellen zügig bauen Zum heute veröffentlichten Ergebnis des Kunstwettbewerbs zum Denkmal des Bundes für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erklären Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) und Albert Eckert, Sprecher der Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken": Die Initiatoren des Denkmalprojekts, die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), gratulieren den Gewinnern des Wettbewerbs. Das Preisgericht hat einen Entwurf von Michael Elmgreen und Ingar Dragset zum Wettbewerbssieger gekürt. Das international renommierte dänisch-norwegische Künstlerduo ist in Berlin ansässig. Nähere Informationen zum Entwurf bei der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur http://senwisskult.berlin.de Wir sehen im prämierten Entwurf eine erfolgreiche Annäherung an die gestellten Aufgaben. Das Denkmal soll nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen.
In Deutschland fand unter dem Nationalsozialismus 1933-1945 eine
Homosexuellenverfolgung statt, die ohne gleichen in der Geschichte ist. Der Bundestag hat am 12.12.2003 die Errichtung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen beschlossen. Drei Jahre zuvor hatte sich der Bundestag in einer am 07.12.2000 einstimmig gefassten Entschließung für die verstärkte öffentliche Würdigung des Verfolgtenschicksals der Homosexuellen eingesetzt.
Der Wettbewerb wurde vom Land Berlin im Auftrag der Bundesrepublik
Deutschland und in Abstimmung mit der Initiative und dem LSVD ausgelobt. Wir erwarten, dass die Bundesregierung nach der Entscheidung des Preisgerichts jetzt zügig die Realisierung des Gedenkortes in Angriff nimmt.
Rückfragen bitte an:
Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt zur Entscheidung des Preisgerichts mit:
Pressemeldungen des Landes Berlin Kunstwettbewerb Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen Das
Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, hat im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland,
vertreten durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien,
sowie in Abstimmung mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und der
Initiative "Der homosexuellen Opfer gedenken" im August 2005 einen
eingeladenen Kunstwettbewerb zur Errichtung eines Denkmals für die im
Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen durchgeführt.
Ihre sehr klar durchdachte und selbstbewusst
auftretende Skulptur nimmt ganz offensichtlich Bezug auf die Stelen des
Holocaust Denkmals von Richard Eisenman, indem sie die Grundform einer Stele
- deutlich vergrößert - zu einer Art Haus werden lassen, das nun tatsächlich
auch ein Inneres bekommt. Wie durch ein Fenster, das schräg in eine Ecke
eingeschnitten ist, blickt der Betrachter auf ein projiziertes Filmbild. Im
klassischen Schwarz/Weiß sieht er eine endlos wirkende Kussszene zwischen
zwei Männern. Die von Außen eher kühl oder abweisende Betonform bekommt so
einen ganz intimen Aspekt. Ohne verbale Hilfestellungen oder schriftliche
Erklärungen wird hier das Thema der Homosexualität direkt und doch subtil
vorgestellt.
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