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21. April 2002
57. Jahrestag der Befreiung des KZ
Sachsenhausen:
Errichtung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten
Homosexuellen in der Bundeshauptstadt gefordert
Anlässlich der Gedenkveranstaltungen zum 57. Jahrestag der Befreiung des KZ
Sachsenhausen erklären Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und
Schwulenverbandes (LSVD) und Eberhard Zastrau, Mitglied im Beirat der Stiftung
Brandenburgische Gedenkstätten:
57 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus muss endlich auch für die
verfolgten Homosexuellen ein würdiger Gedenkort in der Bundeshauptstadt Berlin
geschaffen werden.
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative "Der homosexuellen
NS-Opfer gedenken" fordern die Errichtung eines Gedenkorts in der Nähe des
Reichstages.
Ein solches Denkmal soll ein beständiges Zeichen setzen gegen Intoleranz,
Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben.
Der Berliner Senat unterstützt dieses Anliegen bereits. Wir fordern nun
Bundesregierung und Bundestag auf, noch in dieser Wahlperiode einen
Grundsatzbeschluss für ein Denkmal zu fassen.
Bislang werden die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus in der
Gedenkkultur der Bundeshauptstadt noch weitgehend übergangen. Dagegen kann der
Umgang der Gedenkstätte Sachsenhausen mit der Erinnerung an diese
Verfolgtengruppe ein Vorbild sein.
In der neuen Form der Gedenkveranstaltungen zum diesjährigen Jahrestag der
Befreiung des KZ Sachsenhausen sehen wir einen weiteren, wichtigen Schritt zu
einem angemessenen Gedenken an die Rosa-Winkel-Häftlinge.
Gerne haben wir die Anregung des Internationalen Sachsenhausen-Komitees
aufgegriffen, mit einer der dezentralen Gedenkstunden an das Schicksal der
Haftgruppe Homosexuelle zu erinnern.
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LSVD-Homepage:
www.lsvd.de
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