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20. Mai 2008
Pressestelle des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)
Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und
Schwulenverbandes (LSVD), und Albert Eckert, Sprecher der Initiative "Der
homosexuellen NS-Opfer gedenken“, erklären:
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen setzt
ein starkes Zeichen in der Bundeshauptstadt. 75 Jahre nach dem Machtantritt
der Nationalsozialisten und 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte ist es nun endlich erreicht, dass die Bundesrepublik
Deutschland den verfolgten Homosexuellen einen Gedenkort widmet.
Seit sechzehn Jahren setzen sich der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und
die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken“ für das Denkmal ein,
unterstützt von zahlreichen Organisationen und Einzelpersönlichkeiten.
Viele Jahrzehnte waren die homosexuellen NS-Opfer in Deutschland aus der
offiziellen Gedenkkultur ausgeschlossen. Sie wurden von
Entschädigungszahlungen ausgegrenzt. § 175 StGB, der sexuelle Begegnungen
unter Männern unter Strafe stellte, blieb in der Bundesrepublik in seiner
Nazi-Fassung bis 1969 unverändert in Kraft. In vielen Ländern dieser Welt
sind Schwule und Lesben heute noch schwerer Verfolgung ausgesetzt. Aus
seiner Geschichte heraus hat Deutschland eine besondere Verantwortung,
Menschenrechtsverletzungen gegenüber Lesben und Schwulen entschieden
entgegenzutreten.
Das Denkmal soll laut Beschluss des Bundestages von 2003 die verfolgten und
ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachhalten sowie ein
beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung
gegenüber Schwulen und Lesben setzen.
Der weiterentwickelte Entwurf des Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar
Dragset setzt die vielfältige Aufgabenstellung des Bundestags eindrucksvoll
um. Finanziert wird das Denkmal aus dem Etat des
Bundeskulturstaatsministers. Das Land Berlin hat das Grundstück gestiftet.
Wir freuen uns auf die Übergabe.
Weitere Informationen unter www.gedenkort.de
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LSVD Pressestelle
Renate Rampf
Pressesprecherin
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.
Chausseestr. 29
D - 10115 Berlin
Fon: 030 - 789 54 778
Fax: 030 - 789 54 779
Url: www.lsvd.de
eMail: presse(at)lsvd.de
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