|
16.08.2006
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen -
welche Zeichen setzt es für Lesben und Schwule?
Diskussion am Montag, den 28. August 2006, 20.00 Uhr
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstr. 25, 10999 Berlin
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in
Berlin ist beschlossene Sache. Im Kunstwettbewerb zur Gestaltung des
Denkmals hat das Preisgericht den Entwurf des dänisch-norwegischen
Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset zum Gewinner gekürt.
Welche Zeichen setzt das Denkmal für Lesben und Schwule? Das wollen wir mit
den Künstlern, HistorikerInnen und VertreterInnen von Lesben- und
Schwulenorganisationen diskutieren. Es moderiert Sabine Gilleßen,
LSVD-Bundesvorstand.
Die Skulptur von Elmgreen und Dragset nimmt Bezug auf die Stelen des
Holocaust-Denkmals, indem sie die Grundform einer Stele - deutlich
vergrößert - zu einer Art Haus werden lassen. Durch ein Fenster, das schräg
in eine Ecke eingeschnitten ist, sieht man ein projiziertes Filmbild, eine
endlos wirkende Kussszene zwischen zwei Männern.
Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2003 beschlossen, dass in Berlin ein
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen errichtet
werden soll. Es soll die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die
Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein beständiges Zeichen gegen
Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben
setzen.
Weitere Informationen auf www.lsvd.de und auf www.gedenkort.de.
|
|
|