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Am 17. April 2005 erinnern die
Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen an den 60. Jahrestag der
Befreiung der Konzentrationslager. In zwei dezentralen Veranstaltungen
beteiligen sich der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative
»Der homosexuellen NS-Opfer gedenken« am Gedenken zu diesen Jahrestagen.
Erstmals wird im Rahmen eines Gedenktages zur Befreiung des als Frauenlager
bekannten Konzentrationslagers Ravensbrück an das dort einst ebenfalls
vorhandene Männerlager erinnert. Gegen 12:00 Uhr sprechen an dem erst seit
diesem Jahr wieder zugänglichen Ort Eberhard Zastrau, Mitglied im Beirat der
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, und Walter Morgenbesser, der als
Kind im Männerlager inhaftiert war und heute in Israel lebt.
Die dezentrale Gedenkstunde in Sachsenhausen um 14:00 Uhr an der Gedenktafel
im Zellenbauhof stellt die Berliner Gerichtsverfahren in den Mittelpunkt, in
denen 1939 die Zustände im Konzentrationslager Sachsenhausen zum Thema
wurden, als Häftlinge des KZ wegen Lagerhomosexualität der Justiz überstellt
wurden.
Die zentrale Gedenkveranstaltung in Ravensbrück beginnt um 10:00 Uhr im
Eingangsbereich des ehemaligen Lagergeländes. Die zentrale Veranstaltung in
Sachsenhausen beginnt um 15:00 Uhr am neu gestalteten Gedenkort der "Station
Z". Hier wird zugleich eine neue Dauerausstellung an Mordaktionen im
Konzentrationslager Sachsenhausen erinnern.
Weitere Informationen in den nächsten Tagen unter:
http://sachsenhausen.gedenk-ort.de/
Hinweis: Bereits am 7./8. April 2005 findet im Abgeordnetenhaus von Berlin
ein Kolloquium zum geplanten Gedenkort für homosexuelle NS-Opfer statt.
Das Programm ist anzufordern bei:
info@gedenkort.de.
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