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Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) und Albert
Eckert, Sprecher der Initiative »Der homosexuellen NS-Opfer gedenken",
erklären:
124 Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten haben sich um
die Gestaltung des künftigen Gedenkorts für die homosexuellen NS-Opfer
beworben. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative "Der
homosexuellen NS-Opfer gedenken" freuen sich über die große Beteiligung. Das
ist ein sehr guter Start in die Realisierung des dritten Denkmals, das in
Reichstagsnähe an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Das Denkmalprojekt für die homosexuellen NS-Opfer stößt auf internationales
Interesse. Bewerbungen kamen auch aus Österreich, Polen, USA, Israel,
Kanada, Schweden und Finnland. Bis zu sieben von ihnen werden nun zur
Teilnahme am Kunstwettbewerb ausgewählt.
Die Bewerbungen beurteilt eine Auswahlkommission, die von der Initiative und
dem LSVD als Initiatoren des Denkmals berufen wurden. Der Auswahlkommission
gehören an: Leonie Baumann, Geschäftsführerin der Neuen Gesellschaft für
bildende Kunst (NGBK), Yilmaz Dziewior, Direktor des Kunstvereins Hamburg,
Ewald Kentgens, Mitbegründer der Initiative »Der homosexuellen NS-Opfer
gedenken«, Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno, Mitbegründer der Initiative
Mahnmal Homosexuellenverfolgung in Frankfurt am Main, und Jürgen Roland,
ehemals Referatsleiter für die Gedenkstätten im Brandenburgischen
Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Der eigentliche Wettbewerb beginnt im April 2005 mit einem öffentlichen
Kolloquium. Dieser Wettbewerb wird vom Land Berlin im Auftrag des Bundes und
in Abstimmung mit der Initiative und dem LSVD ausgelobt. Neben den sieben
Teilnehmerinnen, die über die jetzt zu Ende gegangene Bewerbungsphase
ausgewählt werden, werden weitere 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den
Wettbewerb von einem künstlerischen Beirat eingeladen, der vom Bund, dem
Land Berlin und den Initiatoren berufen wurde.
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